Umfrage

18 10 2008




Totes Meer Vol.2

14 10 2008

As-salâm *alay-kum,

irgendwie ist das schon ein komisches Gefühl, wenn man Mitte Oktober noch Badeurlaub bei Temperaturen über 30° C machen kann. Dazu hatten wir nämlich dieses Wochenende wieder die Gelegenheit. Freitag war von der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache im Heiligen Land ein Familiengottesdienst zum Erntedankfest, welcher in einem gemieteten Raum im Dead Sea Spa Hotel stattfand. Bis auf Tonio, der Freitags immer arbeiten muss, waren alle Volos vertreten. An dieser Stelle möchte ich auch ein ganz herzliches Dankeschön an das Pfarrerpaar Heidi und Jürgen aussprechen, da sie uns – wie natürlich auch der Rest der Gemeinde – super nett aufgenommen haben und wir sehr glücklich über eine deutsche Anlaufstelle sind. Den Tag davor zeigte sich das auch beim gemeinsamen Ratatouille kochen in der Pfarrwohnung.

Den restlichen Tag des Freitags stand dann das Sonnen und Baden in der Hotelanlage an. Den Sonnenuntergang mit Blick auf das Tote Meer und auf die Dächer von dem nur einen Katzensprung entfernten Jerusalem rundetet den Tag noch ab.

Am Hotelstrand mit Blick Richtung Jerusalem (etwa leicht rechts von der Sonne, hier nicht zu erkennen)

Am Samstag konnten wir natürlich auch nicht ruhen und waren nochmals auf Tour. Komischerweise wieder am Toten Meer. Aber diesesmal um eine Wadi-Tour durch das Wadi Ma’in zu unternehmen. Auf der Hinfahrt sind wir einen wunderschönen Pass von Madaba ans Tote Meer gefahren, für den sich das frühe Aufstehen um 6 in der Früh echt gelohnt hat. So einen klaren Blick bekommt man auch nicht alle Tage, wie uns Bärbel von der Deutschen Botschaft erklärt hatte. Die Silhouette Jerusalems war 1a zu erkennen.

Auf dem Pass von Madaba ans Tote Meer bei klarer Sicht.

Die Wadi-Tour startete dann genau an der Straße entlang der Ostküste des Toten Meeres und erstreckte sich  durch die Schluchten der Berge nach Osten hin. Am Ende befinden sich dann die Thermalquellen, ausgeprägt als Wasserfälle, des Hammamat Ma’in. Das Wadi – ein arabischer Ausdruck für Trockental bzw. Canyon – wird durch diese heiße Quellen gespeist und hat warme, fast schon heiße Wassertemperaturen. Unsere Tour führte uns knapp 5 Stunden und 10 km durch die verschiedensten Formen des Wadis. Von Schilfen, Palmen, Felsen, Wasserfällen und natürlichen Steinbecken (pools) war alles dabei. Dieser Ausflug wurde dann auch durch einen Geocache am Ende zu meinem persönlich besten Erlebnis meines bisherigen Aufenthalts.

Die Wadi-Crew:

hintere Reihe v.l. Nils (Praktikant an der GTZ), Jürgen (Pfarrer der dt.-sprachigen Gemeinde Ammans), Fabi, Tonio

vordere Reihe v.l. Franziska, Henrike, Bärbel (Sekretärin der stellvertretenden Botschafterin)

Kommenden Freitag sind wir wieder in einem Wadi unterwegs, dem Ibn Hamad. Da wird uns Jochen Regner aus der GTZ führen. Solche Gelegenheiten lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Jetzt sind wir auch schon am Planen der Israel Reise Anfang November.

Bis zum nächsten mal

Nur das Beste, euer Fabi





I’m walking on Sandstein…

12 10 2008

Moin Moin Freunde,

echt unglaublich wie lange dieser Artikel jetzt schon auf sich warten lässt. I’m so sorry. Wenn Freunde oder Verwandte der anderen Volontäre das jetzt lesen, dann bitte ihnen in den Ar… treten. Naja, ich für meinen Teil schreibe gerne über unsere Erlebnisse.

4 wundervolle Tage haben wir, sprich alle Volos plus Justine (NY/USA) und Soli, in der Zeit des Eid al-Fitr verbracht. In dieser Zeit haben alle jordanischen Schüler und Studenten frei. Das Eid al-Fitr sind diejenigen Feiertage, die sich an das Ende des Ramadan anschließen und in denen sehr, sehr viel gegessen wird. Verständlich, wenn man einen Monat lang gefastet hat. Ehrlich gesagt war ich auch unglaublich froh, als Ramadan vorbei war, obwohl ich nicht gefastet hab. Aber danach ist Jordanien einfach freundlicher und man muss sich auch als Europäer und Christ keine Gedanken mehr darüber machen, öffentlich zu trinken oder zu essen.

Die ersten zwei Tage verbrachten wir in der Wüste Wadi Rums. It’s so amazing. Jeder war sich in diesem Punkt einig. Trotz großer Hitze war es die Unternehmung in jedem Fall wert. Untergebracht waren wir in einem Beduinencamp in der Nähe des Örtchens Disi, wo wir in Zelten aus Kamelhaar das Flair der beduinischen Lebensweise schmecken durften. Zum Sonnenuntergang gab es nichts Schöneres als eine Jeeptour durch die Wüste. Die anschließende Stille, als der Sonnenball hinter den zackigen Massivfelsen verschwand, lies uns viel Kraft für die noch anstehenden Monate tanken. Gestärkt durch ein typisch-beduinisch zubereitetes Abendessen konnten wir den Sternenhimmel bei einer geschmackvollen Wasserpfeife beobachten. Übrigens, die Beduinen bereiten ihr Essen im heißen Sand zu, ohne dass ein einziges Sandkorn auf dem Teller liegt. Dabei werden große Töpfe unter die Erde verbuddelt. Hühnchen und  Lamm garen dann schon mal bis zu 6 Stunden unter’m heißen Sand. Einzigartig sind auch die beduinischen Wüstengewürze, mit denen anschließend die Mahlzeiten abgeschmeckt werden.

Sonnenuntergang in der Wüste Wadi Rums

Unsere zweite Station des Urlaubs führte uns nach Aqaba am Roten Meer. Ehrlich gesagt waren wir alle sehr enttäuscht von diesem Part des Ausflugs. Das lag zum einen an den unzähligen Jordaniern, die, so kam es uns zumindest vor, alle zu Eid al-Fitr hier unten waren und die Strände so schmutzig behandelten, dass es an jeder Ecke stank, überall Müll rumlag und einen alle angafften, als wären wir von einem anderen Planeten. Ein Trostblick war der Donnerstag, als wir im hoteleigenen Club Murjan den Tag verbrachten und zumindest einen abgesperrten Touribereich hatten. Allerdings war der Strand am Meer auch hier von unzähligen Jordaniern bevölkert. Das Schnorcheln am Korallenriff war dagegen genial. Die farbenbunte Unterwasserwelt ließ uns sogar einen Drachenfisch bestaunen. Tonio hat auch irgendwelche schlangenartigen Fische entdeckt. Im Reiseführer war zu lesen, dass das Rote Meer auch den größten Fisch der Welt beherbergt, den Walhai. Dieser kann bis zu 18m lang sein, haben ihn aber natürlich so nah an der Küste nicht gesehen.

Hier noch ein paar Eindrücke der Reise:

Der Clubstrand am Roten Meer

Life is an adventure – Auf einem der vielen Felsmassive im Wadi Rum

Während diesen vier Tagen hatten wir alle enormen Spaß und haben so schöne Dinge in der Natur gesehen. Es gibt auf unserer Erde so viele schöne Orte und so viel zu entdecken. In diesem Sinne -

Nur das Beste, euer Fabi