Immer auf Achse zu sein, daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt und meistens ist das Wochenende anstrengender als der Rest der Woche, jedoch auch soo spannend. Musa hat es uns dieses Wochenende ermöglicht, Samstag und Sonntag die Ausflüge mit den Studenten zu unternehmen, die noch bis heute morgen an der Theodor-Schneller-Schule zu Gast waren.
Donnerstag und Freitag konnten wir dann mal nur entspannen, Tischtennis oder Billard spielen und abends in der Stadt gemütlich was trinken bzw. Wasserpfeife rauchen. Mit der Zeit ist die Orientierung schon sehr viel besser, was in einer 2 Mio. Einwohnerstadt schon echt was zu heißen hat.
Samstag besuchten wir The Holy Land Institute for the Deaf in Salt. Die Führung ermöglichte uns der Direktor der Gehörlosen-Schule, der gebürtige Holländer Bruder Andrew. Ich fand ihn total faszinierend. Er hat zuerst Architektur studiert, danach erst Theologie und wurde dann in Salt eingesetzt. Er spricht unter anderem holländisch, französisch, deutsch, italienisch, spanisch, arabisch und die Gebärdensprache. Wirklich sensationell. Er hat uns dann auch an der Taufstelle Jesu, etwas nördlich des Mündungsarms, wo der Jordan ins Tote Meer fließt, alles um die christliche Pilgerstätte erläutert. Anschließend konnten wir uns von ihm sogar im Jordan segnen lassen, fand ich echt genial. Mittlerweile ist der Jordan aber nur noch ein Rinnsal, da viel Wasser durch die Israelis im Norden aus dem Jordan gezogen wird. Gleich auf der anderen Seite des Jordans befindet sich das Hoheitsgebiet Israels.
Schwitzen am Jordan bei rund 40°C.
Nach der Taufstelle kam einer meiner jordanischen Höhepunkte: Baden am Toten Meer. Am Amman Tourism Beach ist, soweit ich richtig informiert bin, der einzigst öffentliche Strand mit Duschen, WCs und Pools. Duschen ist danach auf jeden Fall nötig, weil du sonst so salzig und milchig bist und das einfach ekelhaft ist. Das Gefühl im Wasser ist echt unbeschreiblich. Also einfach mal herkommen und selbst ausprobieren.
Total witzig.
Sonntag: Tagesausflug nach Jerash (Gerasa), einer antiken und wunderbar erhaltenen Römerruinenstadt.
Beeindruckend, wie gut Jerash noch erhalten ist und genauso beeindruckend, zu was die Griechen und Römer damals schon alles im Stande waren. Dort haben Tonio und ich auch den zweiten jordanischen Cache gehoben. Schaut euch einfach mal ein paar Bilder an.
Links der Herkulestempel und rechts das Südtheater.
Der Hadriansbogen zu Ehren Kaiser Hadrians.
Vor dem Artemistempel, bei dem auch der Cache zu finden war.
Nächstes Wochenende bleiben wir wahrscheinlich mal auf dem Gelände und sparen für die Syrien-Reise, die wir Ende des Ramadan in den Ferien mit allen Volontären angehen wollen.
Es grüßt euch alle ganz herzlich
Euer Fabi











