Ready for take-off und ahlan wa sahlan

16 08 2008

Am Donnerstag ging’s nun also los.Treffpunkt für die Jordanien-Crew war um 19.00 Uhr im Terminal 1 des Frankfurter Airports. Da wir in der Economy Class geflogen sind, durfte jeder zum Bedauern aller nur 20 kg Freigepäck mitnehmen plus 8 kg Handgepäck und zusätzlich eine Laptoptasche mit Inhalt, falls man das wollte. Voll bepackt bis oben hin gab’s die erste Schwierigkeit schon beim Check-In. Seit Juni 2008 erhält man seine Flugscheine bei der Lufthansa für alle Flüge ausschließlich als elektronische Tickets. Mit dem sogenannten etix wollten wir dann am Automaten einchecken. Bei allen hat’s soweit geklappt, außer bei Tonio, da wollte der Automat einfach kein reserviertes Ticket finden. Zum Glück lag das nur am Automaten und wenig später hat es auch bei ihm geklappt.

v.l.n.r: Fabian Friz (TSS/Amman), Tonio Bixel (Holy Land Institute Of The Deaf/Salt), Franziska Möker (TSS/Amman), Helen Siegle (Kindergarten und Schule für Blinde/Irbid), Henrike Jedamczik (TSS/Amman)

Der nächste Act war bei der Gepäckaufgabe. Die meisten hatten mehr als 20 kg daheim abgewogen und hofften auf Kulanz seitens der Lufthansa Angestellten. Ich hatte den Rekord mit 26 kg und Franzi mit genau 20 kg am wenigsten von allen. Dann hieß es von Seiten der Frauen am Schalter, dass 26 kg unmöglich zulässig seien und wir doch bitte von meinem in Franzis Koffer umschichten und auch noch einen Teil in mein Handgepäck-Rucksack umfrachten sollen. Ungefähr nach Augenmaß und Gefühl haben wir dann ein paar Sachen in Franzis Koffer und sind noch mal zum Wiegen. So viel schon mal vorneweg, es hat dann geklappt. Allerdings hatte ich zwar genau die erlaubten 20 kg, aber Franzi jetzt 25 kg. Egal, Hauptsache alles dabei.

Die Flugzeit kam mir persönlich nicht so lange vor wie den Anderen (betrug rund 4h) und es gab auch ein kleines Abendessen. In Amman angekommen stand gleich ein Herr am Flughafen, der ein Schild mit der Aufschrift: Tonio Bixel/Salt in der Hand hielt. Und wo waren unsere Leute von der Schneller-Schule? Die Mädels hatten schon leicht das Flattern bekommen. Nach gut einer Stunde und ein paar Telefonaten von dem Herrn aus Salt kamen dann zwei junge Männer ebenfalls mit einem Schild und „Theodor-Schneller-School“. Sie entschuldigten sich vielmals in gebrochenem Englisch und soweit sie mir dann auf der Fahrt zur Schule erklären konnten, sind sie auf dem Highway zum Airport von der Polizei rausgezogen worden und mussten über eine Stunde warten. Auf der Gegenspur haben wir die Polizei auch gesehen, wie sie die Leute herausgewunken hat. Tonio ist gleich nach Salt gefahren.

Die Nacht war dann sehr sehr kurz. 4 Stunden, dann gab es ein erstmal fremdes Frühstück: Fladen, Oliven, Gurken, Tomaten, Kaffee und Milch in Pulverform und Falafel (ich würd sie mal als Hackbällchen aus Gemüse ohne Hack beschreiben). Unser Glück für diesen Tag und voraussichtlich auch für die nächsten Wochen ist Soli. Sie ist eine Geografiestudentin aus Bayreuth, die 2005/2006 als Volontärin übers ems in Schneller war und jetzt im Rahmen ihres Studiums ein Praktikum in Amman absolviert. Solange ist sie herzlichst als Gast an der TSS willkommen und untergebracht. Sie hat uns dann auch gleich mal das riesige Areal der TSS gezeigt, uns gegen Spätnachmittag in den nahe gelegenen Stadtteil Marka mitgenommen und ganz lieb zu einem Imbiss eingeladen. Zu fünft haben zwei Sandwiches und drei Pommes 3 Jordanische Dinar gekostet (das entspricht fast genau 3 €). Helen wurde gegen halb sechs vom Schulbus ihrer Einsatzstelle aus Irbid abgeholt.

Angekommen.

Ihr seht, es gibt schon viel zu berichten und ich will euch nicht gleich zuschreiben. Deswegen ganz liebe Grüße aus dem heißen, trockenen, sehr beigen und staubigen Amman. Am Montag geht die Schule los und wir freuen uns auf den Dienst in den „families“.

Bis dahin nur das Beste,

Euer Fabi


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