Halla halla halla,
jetzt sind’s ja nur noch drei Wochen mit den Kindern in der Schule, dann beginnen die großen Sommerferien. Freunde, Freunde, bald kommt der große und um einiges erfahrenere Fabi wieder zurück in die Heimat. Dann lassen wir’s krachen, oder? =)
Über’s Wochenende waren Monti und ich an einer sehr netten Stelle in der Schneller-Schule und haben ein Lagerfeuer gemacht. Unter den Kieferbäumen in der freien Natur haben wir Schwarztee in der Glut aufgebrüht, unsere Wasserpfeifen blubbern lassen und sogar frisches Stockbrot gegrillt. Am letzten Lagerfeuertag hatten wir’s schon richtig drauf mit dem Feuer machen und so hat die Wassermelone als Belohnung besonders gut geschmeckt.

Entspannung und Freizeit auf arabische Art – an einem lauschigen Plätzchen wird ein Feuer gemacht und der Abend bei Tee und Wasserpfeife genossen.

Am letzten Lagerfeuertag hat’s gut gebrannt.
Überraschend kam am Freitag Jakob, der Freiwillige aus dem Libanon, zu uns. Seine Eltern landeten am Montag in der Früh auf dem Internationalen Queen Alia Airport in Amman und machten sich dann Richtung Libanon auf. Eine lustige Begebenheit ereignete sich Freitag Nachmittag, als ich einen Eselritt ausprobieren wollte. Die Schneller-Schule hat drei Esel, die unter anderem auch in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Bei unseren ägyptischen Farmern sah das relativ einfach aus, doch mein Esel wollte und wollte nicht loslaufen. Selbst nach sanften Klatschern auf den Hintern blieb er stur stehen und hat lieber mit seiner Eselfreundin geflirtet. Unbemerkt hatte sich Montaser von hinten an den Esel angeschlichen und ihm einen richtig kräftigen Hieb mit einem Stock verpasst. Auf einmal bockt der Esel und ich sitze wie auf einem Rodeo. Allerdings konnte ich mich nirgendwo festhalten und so machte es halt plumps. Die anderen beiden, also Jakob und Monti, haben sich fast gekringelt vor lachen, wie ich armer Tropf von einem Esel gedemütigt wurde. Leider gibt’s nur ein Bild kurz danach.

Kurz nach der Esel-Schmach.
Am Sonntag hatten wir Volos alle frei, da der Unabhängigkeitstag Jordaniens von Montag auf Sonntag vorgezogen wurde. Spontan haben wir uns entschlossen, Helen und Justine in Irbid zu besuchen. Nach einem eher durchschnittlichen Essen auf der Fressmeile Irbids (University Street) gab es noch für jeden einen leckern Fruchtcocktail. Ob Lemon with Mint oder Avocado mit Honig und Nüssen, die Palette war sehr vielfältig und farbenfroh. Anschließend haben wir noch in der Wohnung von Helen und Justine Rummy gespielt.

Sehr lecker und beliebt in Jordanien – frische Fruchtcocktails.
Jetzt nochmal durchstarten und alles aufsaugen, was man an Eindrücken noch mitnehmen kann. Trotzdem wird die Rückkehr wieder schön sein, wenn ich euch alle wieder sehen kann und Hefeweizen, Schnitzel und Co. meinen deutschen Akku wieder auffüllen werden.
Bis Sommer nur das Beste, euer Scheich
الشيخ فابيان